Informationen für Hausstaubmilben-Allergiker

02.03.2011 15:49

Informationen für Hausstaubmilbenallergiker

Staubreservoire wie Polstermöbel oder schwere Vorhänge aus den Schlafräumen entfernen.

Teppiche und Teppichböden durch Hart-Bodenbeläge ersetzen, die feucht gewischt werden können (z.B. Parkett, Linoleum, PVC, Keramik, Stein). Zum Staubsaugen gibt es spezielle Staubsauger mit bakteriendichten Mikrofiltern. Als Hausstauballergiker sollten Sie nicht selbst staubsaugen oder -wischen, sondern nach Möglichkeit einen Mitbewohner bitten, es für sie zu tun. Verwenden Sie zum Staubwischen ein feuchtes Tuch.

  • Haustiere mit Fell oder Federn möglichst nicht im Haus halten; dies gilt auch für Material von toten Tieren wie Felle etc. Wer nicht auf eine Katze als Haustier verzichten kann, sollte sie einmal wöchentlich baden!

  • Verzichten sie auf Pflanzen - besonders Hydrokulturen - im Schlafzimmer.

  • Plüschtiere aus dem Bett entfernen.

  • Bettzeug immer gut lüften, Bettwäsche häufig (wöchentlich) wechseln. Gut wirksam, obwohl praktisch kaum durchführbar, ist Erhitzen (50°C für mindestens 6 Std., z.B. in einer Sauna) oder Abkühlen (ca. -18°C für etwa 2 Tage, z.B. in einer Kühltruhe oder Kühlkammer) von Bettzeug, Matratze oder anderen Gegenständen.

  • Füllungen von Federbetten, Kopfkissen sowie auch Matratzen aus Naturmaterial (Roßhaar, Baumwolle, Kapok usw.) durch synthetisches Material ersetzen. Empfehlenswert sind spezielle Matratzen-Überzüge aus milbenundurchlässigen Materialien (Polyurethan, Polyethylen - siehe unten).
    Beim Vergleich der einzelnen Produkte folgende Kriterien beachten: Luft- und Wasserdampfdurchlässigkeit, Reinigungsmöglichkeit, Haltbarkeit, Kosten, umweltfreundliche Entsorgung.
    Bei nachgewiesener Hausstaubmilbenallergie werden die Kosten ggf. teilweise von den Krankenkassen übernommen.

  • Bettwäsche und andere Textilien möglich bei 60°C und höher waschen.

  • Luftfilter können die Allergenkonzentration der Raumluft deutlich mindern, regelmäßige Reinigung und Wartung sind jedoch absolut erforderlich, sonst werden sie zum Reservoir für Schimmelpilze.

  • Niedrige Luftfeuchtigkeit (unter 60%) verschlechtert die Lebensbedingungen von Hausstaubmilben und Schimmelpilzen. Lüften Sie daher Ihre Wohnung regelmäßig.
    Lüften Sie vor allem morgens Ihre Bettwäsche - immer! Bei schönem Wetter schadet es nicht, die Betten draußen dem Sonnenlicht auszusetzen (UV-Licht ist für Milben tödlich!).

  • Chemische Mittel zur Abtötung der Milben können zwar Milben töten, beseitigen aber nicht deren Kot. Gerade gegen den Milbenkot ist der Hausstaubmilbenallergiker aber allergisch. Die Gifte dringen meist auch nicht besonders tief in Matratzen und Polstermöbel ein, ihre Wirkdauer ist begrenzt auf wenige Monate.

  • Für Hausstaubmilbenallergiker ist der Urlaub im Hochgebirge (oberhalb von 1200m Meereshöhe) zu empfehlen, denn dort gibt es keine Milben mehr: die Luft ist zu trocken.

  • Rauchen in Wohnräumen von Allergikern unbedingt vermeiden.

    Materialien zum Matratzenbezug

  • Allergocover Polyester 100% Allergopharma

  • Allergy innen: Polyurethan Dr. Beckmann GmbH

  • Control außen: Baumwolle/Polyester

  • Alprotec innen: Polyurethan HAL Allergie GmbH
                außen: Baumwolle 50%/Polyester 50%

  • Bencase innen: Polyurethan 100% Pharma Service Puttkammer 
                außen: Polyester 100%

  • Intervent innen: Polyester 100% (Trägermaterial) W.L.Gore & Associates GmbH
                 außen: Polytetrafluorethylen (Teflon) 100%

  • Med-tex Polyethylen 100% (Spinnenvlies) INNOVAL Pharma

 

Dieser Artikel wurde uns zur Verfügung gestellt von:

Dr. Michael Groh – Facharzt für Allgemeinmedizin / Suchtmedizin in Hügelsheim

 

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