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Deutlich steigende Beiträge für gesetzlich Versicherte erwartet

11.06.2015 09:01 | Gesundheits Tipps

Deutlich steigende Beiträge für gesetzlich Krankenversicherte

 
Der aktuell geltende Beitrag für die Krankenkasse liegt bei 14,6%. Diesen teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit jeweils 7,3% auf. Ist die Krankenkasse nicht in der Lage, ihre Ausgaben mit diesem Beitrag zu decken, ist sie berechtigt, Zusatzbeiträge zu erheben. Diese zusätzlichen Kosten sind allein vom Arbeitnehmer zu bezahlen. Diese Zusatzbeiträge werden, in unterschiedlicher Höhe, von nahezu allen Krankenkassen erhoben. Die durchschnittliche Höhe der Zusatzbeiträge betrug im April ca. 0,83%. Eine Ausnahme bilden hier lediglich zwei kleine regional agierende Krankenkassen.
 
Vom kommenden Jahr an werden sich gesetzlich Krankenversicherte vermutlich auf deutlich höhere Beiträge ihrer Krankenversicherung einstellen müssen. Doris Pfeiffer ist die Chefin des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherungen. Sie teilte mit, dass die Zusatzbeiträge bis zum Jahr 2019 durchaus auf 1,4 bis 1,8 Prozent des Bruttolohns steigen könnten. Im kommenden Jahr wird der Aufschlag durchschnittlich 1,1 bis 1,2 Prozent betragen. Im darauf folgenden Jahr, 2017, wird der Beitrag dann nochmals ansteigen.
 
Gründe für die Erhöhung der Zusatzbeiträge sind die von der Regierung geplanten Reformen und die damit steigenden Ausgaben der Krankenkassen. 
 
Die Höhe der Steigerung ist nicht gesetzlich geregelt. Diese kann von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich ausfallen. Diese werden, abhängig von des Rücklagen des Versicherers berechnet und erhoben. Dennoch ist davon auszugehen, dass die breite Masse der Krankenkassen erhöhte Forderungen stellen wird.
 
Kritik an den Zusatzbeiträgen kommt Verwaltungsratsvorsitzenden des GKV-Verbandes. Er beanstandet, dass die Reformen und die Innovationen der Krankenkassen nur durch die Versicherten, über Zusatzbeiträge, nicht aber von den Arbeitgebern finanziert werden sollen. Eingelenkt wird aber vom Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes. Der Arbeitgeberanteil von derzeit 7,3% des Krankenversicherungsbeitrages müsse nicht auf Dauer bestehen bleiben.